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Neues Projekt MigrAudio: Wenn Sprache auf Sendung geht

Zugewanderte gestalten Radio – und stärken dabei ihre Stimme in der Gesellschaft

Mit dem Projekt MigrAudio startet eine neue Initiative zur Stärkung von Spracherwerb und gesellschaftlicher Teilhabe von Zugewanderten. Teilnehmende aus Integrations- und Berufssprachkursen erhalten die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse außerhalb des Klassenzimmers praktisch anzuwenden – mitten im Alltag und im direkten Austausch mit anderen.

An den Thüringer Bürgerradios in Erfurt, Nordhausen, Saalfeld/Rudolstadt, Jena, Weimar und Eisenach gestalten die Teilnehmenden eigene Audiobeiträge, führen Interviews, moderieren Sendungen und werden öffentlich hörbar. In Tandemformaten, bei mobilen Radiotagen und bei Veranstaltungen entsteht Raum für echte Kommunikation, Begegnung und Selbstwirksamkeit.

MigrAudio verbindet Sprachlernen mit Medienbildung und eröffnet insbesondere in ländlichen Regionen neue Zugänge zu Austausch und Teilhabe. Ziel ist es, Sprachkompetenz, Selbstvertrauen und gesellschaftliche Integration nachhaltig zu stärken.

Das Projekt richtet sich vor allem an Zugewanderte, die aktuell an Integrations- oder Berufssprachkursen teilnehmen oder diese kürzlich abgeschlossen haben. Gleichzeitig sind auch migrantische Communitys eingeladen, sich aktiv einzubringen.

Die Umsetzung erfolgt dezentral an den beteiligten Radiostandorten, während Arbeit und Leben Thüringen die Koordination, Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätssicherung übernimmt. Projektträger ist der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben.

MigrAudio läuft vom 1. Februar 2026 bis zum 31. Januar 2029 und wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Rahmen des Förderschwerpunkts „Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Integrationskurse“ gefördert.

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