Ein breites Bündnis von Verbänden schlägt Alarm: Die staatlich geförderten Integrations- und Berufssprachkurse stehen vor einem dramatischen Einbruch. Verzögerte Auszahlungen, steigende Kosten und zu geringe Haushaltsmittel bringen Bildungsträger bundesweit in existenzielle Schwierigkeiten. Das gefährdet nicht nur Integration, sondern verschärft auch den ohnehin massiven Fachkräftemangel in Deutschland.
Worum es geht
Bereits in den kommenden Jahren könnte Deutschland bis zu sieben Millionen Arbeitskräfte verlieren. Integrations- und Berufssprachkurse sind ein zentrales Instrument, um Zugewanderte schnell und nachhaltig in Arbeit zu bringen. Doch die aktuelle Finanzlage im System der Sprachförderung bedroht dieses Erfolgsmodell massiv.
Die wichtigsten Forderungen des Bündnisses
- Zusätzliche Mittel für 2025:
Durch gebundene Haushaltsmittel und verzögerte Auszahlungen geraten Träger in Liquiditätsengpässe. Insolvenzrisiken und Kursausfälle wären die Folge.
- Mehr Budget für 2026:
Der Bedarf an Sprachkursen steigt – insbesondere bei Menschen mit geringer Literalität, die intensivere Förderung benötigen. Ohne verlässliche Finanzierung bleiben Integrations- und Arbeitsmarktpotenziale ungenutzt.
- Anhebung der Kostenerstattung:
Der Kostenerstattungssatz wurde seit drei Jahren nicht angepasst. Gleichzeitig steigen Personal-, Energie- und Raumkosten deutlich. Kürzungen ab der 17. Teilnehmenden verschärfen die Lage zusätzlich und gefährden Qualität und Durchführung der Kurse.
Warum jetzt gehandelt werden muss
Wenn die Bundesregierung die Mittel nicht kurzfristig erhöht, droht ein flächendeckender Abbau von Angeboten. Damit würde ein entscheidendes Instrument für Integration, Teilhabe und Fachkräftesicherung wegbrechen. Das Verbändebündnis fordert daher ein klares politisches Signal und sofortige Maßnahmen zur Stabilisierung der Sprachförderung.
Zum Forderungspapier>>