Vom 28. bis 30. April 2026 fand im Rahmen des Erasmus+-Projekts AI.D – Artificial Intelligence and the Shaping of Democracy die Learning, Teaching and Training Activity „Education for Democracy in the AI era: Between Algorithmic Logics and Civic Agency“ in Wien statt. Ziel der Veranstaltung war es, die im Projekt entwickelten Bildungs- und Trainingsmaterialien zu Künstlicher Intelligenz, Demokratiebildung und gesellschaftlicher Teilhabe vorzustellen, zu erproben und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Für Arbeit und Leben waren Konstantin Dittrich und Marc O’Neill vom Bundesarbeitskreis sowie Johannes Kemnitz aus der Landesorganisation Thüringen vertreten. An der dreitägigen Veranstaltung nahmen rund 30 Multiplikator*innen und Lehrkräfte der beruflichen Bildung teil.
Arbeit und Leben gestaltete insbesondere einen Workshop zum Thema „AI in E-Recruiting“. Im Mittelpunkt standen Fragen danach, wie KI-Systeme Bewerbungsprozesse beeinflussen, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und wie diese Themen in der politischen und beruflichen Bildung bearbeitet werden können.
Die Teilnehmenden konnten mit einem Simulationstool praktisch erproben, wie algorithmische Vorauswahl in Bewerbungsverfahren funktionieren kann. Die Übung bot Anlass zur kritischen Reflexion über Transparenz, Diskriminierungsrisiken und demokratische Gestaltungsmöglichkeiten beim Einsatz von KI in der Arbeitswelt.
Die Veranstaltung bot darüber hinaus vielfältige Gelegenheiten zum internationalen Austausch zwischen Lehrkräften, non-formalen Bildner*innen, Wissenschaftler*innen und Multiplikator*innen. Neben Workshops zu gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen von KI, Critical AI Literacy und AI Governance standen auch fachliche Inputs aus Forschung und Bildungspraxis auf dem Programm.