Musik im "Roten Oktober": hören und neu erleben – Politisch – historisch erinnern – 100 Jahre danach. Ein Verbundprojekt von politischer und kultureller Bildung.

Kurzbeschreibung

Welche Rolle spielt Kunst und Kultur in Politik und Gesellschaft in Umbruchzeiten? Wie funktioniert „die Ästhetisierung des Politischen“ und  „die Politisierung der Kunst“?

Mit der Oktoberrevolution wurde ein gewaltiger Prozess in Gang gesetzt, der nichts weniger als  "Die Umwertung aller Werte" zum Ziel hatte. Der neue sowjetische Staat proklamierte ein neues Gesellschaftsbild, den "Neuen Menschen" und auch eine neue, staatlich geformte Kunst. Einen hohen Stellenwert hatte hierbei die Musikkultur, die sich zwischen avantgardistischem Experiment, Volkskultur und proletarischer Massenkultur einer unbestimmten Zukunft entgegen bewegte. Dazu gehörten Komponisten wie Dmitrij Schostakowitsch, Sergej Prokofjew, Gavril Popov oder Alexander Mossolov, die mit ihren Werken Lenins geistigem Erbe, der Revolution und dem "neuen sowjetischen Menschen" ein Denkmal setzen sollten.

Das Projekt Musik im "Roten Oktober" im Verbund von politischer und kultureller Bildung widmet sich dieser „neuen“ Musik der Sowjetunion der 1920er-Jahre, ihrer künstlerischen Originalität genauso wie ihren gesellschaftlichen Entstehungs- und politischen Rahmenbedingungen. In sechs Podien und Konzerten werden musikalisches Erleben und politisch-historische Reflexion in innovativer Weise zusammengeführt. Mehrwert des Verbundes der beiden Bildungsbereiche: Das Nachdenken bleibt durch das musikalische Hörerlebnis nicht abstrakt, sondern gewinnt an unmittelbarer Authentizität, das ästhetische Erleben erhält in der historischen Vergegenwärtigung eine neue Dimension der Orientierung.

Das Projekt verfolgt  folgende Ziele:

  • Darstellung der Rolle von Kunst sowie Künstlerinnen und Künstlern in gesellschaftlichen Umbruchzeiten am Beispiel der russischen Revolution.
  • Kunst erhält durch die spezifische Reflexion über Werk und Schicksal der Künstler ein Gesicht und eine Anschauung. Das Schicksal von Utopien, ihre Entwicklung vom Traum zum Trauma kann hier nachvollzogen werden.
  • Stärkung der Bedeutung des hundertjährigen Jahrestages der russischen Oktoberrevolution als zentrales Thema der historisch-politischen Bildung.
  • Förderung der aktiven Auseinandersetzung mit Utopien in der politischen Bildung.

Förderer

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Projektträger

Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN
Barbara Menke
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Tel. 0202 – 9740415

Sandra Goerke
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Tel.: 0202 9740422

Umsetzung

ARBEIT UND LEBEN Mecklenburg-Vorpommern

Götz Lehmann
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Tel.: 0385 - 6383-292

Kooperationspartner

Jazzwerkstatt Wuppertal
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Tel.:  0202 - 76957048

Laufzeit

21.10.2017-01.06.2018