19.07.2019 – 21.07.2019

Ort: offen

Wochenendseminar für Frauen: Erziehung, Umwelt, Gene? - Wie wir wurden, was wir sind (Copy)

Der Streit um den Einfluss und die Wechselwirkungen von Vererbung, Erziehung und Umwelt auf den Menschen scheint ein immerwährender zu sein, der sowohl Wissenschaft, Politik als auch uns selbst als Laien seit Generationen interessiert, beschäftigt und beeinflusst.

Beim Blick in die Vergangenheit werden in dieser Frage besondere Verbindungen zwischen Naturwissenschaft, Forschung, Medizin, Politik und Anschauungen sichtbar. So konnten das „Wohl der Allgemeinheit“ und das „Überleben der Gemeinschaft“ zu einem gemeinsamen Ziel werden und im Nationalsozialismus fast ungehindert zu Euthanasie, der ungehemmten Umsetzung rassenhygienischer Vorstellungen und menschenverachtenden vernichtenden Taten führen.

Im Seminar werden wir uns mit ethischen und politischen Aspekten biologistischer Anschauungen sowohl in der Vergangenheit als auch heute befassen. Uns werden dabei u. a. verblüffende Verbindungslinien eugenischer und rassistischer Ideologien mit der Frauenbewegung, mit VertreterInnen einer zu ihrer Zeit fortschrittlichen Politik und mit PolitikerInnen begegnen, die sich aktuell zur Einwanderungspolitik äußern.

Aktuelle Forschungen (z. B. zur Epigenetik und zur Genveränderung durch Cripr Cas9) setzen hohe Anforderungen an den Ethikrat, an Politik, aber auch an jede/n Einzelne/n von uns. Mehr denn je sind Fachkompetenz und ethisch-moralische Kompetenzen gefragt, um sich eine Meinung über mögliche Folgen und Konsequenzen für die Zukunft der Menschheit, der Gesellschaft und den Einzelnen zu bilden.

65 € (Ü/DZ, VP, P), EZ Zuschlag: 10 €

ARBEIT UND LEBEN Hessen