Auf Anfrage

Ort: offen

Niederschwellige Angebote für Frauen: AL Thüringen

Niederschwellige Seminarmaßnahmen zur Integration ausländischer Frauen gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Zielgruppe sind ausländische Frauen, die bislang nicht ausreichend Deutsch lernen konnten oder erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Die Kurse sind auch für Asylbewerberinnen aus den Ländern Syrien, Irak, Iran, Eritrea und Somalia geöffnet.

Die Frauenkurse orientieren sich am Alltag und den Lebenssituationen der Frauen. Sie bestehen aus Elementen eines niederschwelligen Sprachförderangebotes sowie praktischen Angeboten. Die Frauen sollen insbesondere an das gesellschaftliche Leben in Deutschland herangeführt werden.

Die Niederschwelligkeit der Frauenkurse zeichnet sich durch eine wohnortnahe Durchführung in einem geschützten Raum und an einem vertrauten Ort (zum Beispiel Kindergarten oder Schule) aus. Die alltagsnahen Lerninhalte setzen kein Vorwissen voraus. Die engagierten Kursleiterinnen verfügen oft selbst über einen Migrationshintergrund und berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse der Frauen.

Ziele der niederschwelligen Frauenkurse sind:

  • das Selbstbewusstsein stärken
  • in Erziehungsfragen unterstützen
  • Schwellenängste überwinden
  • auf weiterführende Integrationsangebote (zum Beispiel Integrationskurse) hinführen

Entsprechend der Zielbestimmung des Nationalen Integrationsplans sind weitere Themenschwerpunkte "Sprachentwicklung und Spracherwerb der Kinder durch die Eltern" sowie "Rolle der Frauen, Gewaltprävention, insbesondere der Schutz vor häuslicher Gewalt".

 ARBEIT UND LEBEN  Thüringen

Die Frauenkurse von AL Thüringen knüpfen in diesem Jahr an die in den letzten zwei Jahren erfolgreich durchgeführten an bwz. ergänzen diese. Vielen der einzelnen pädagogischen Schritte (Selbstwahrnehmung, Reflexion der eigenen Situation, Anwenden und Festigen und Erweitern bereits vorhandener Deutschkenntnisse, Kennenlernen vieler Facetten des öffentlichen Raumes) sollen durch vertiefende und ergänzende Maßnahmen, auch im kreativen Bereich, verstetigt und erweitert werden. Dadurch wird die Selbstwirksamkeit der Frauen erweitert und das Knüpfen von sozialen Netzwerken ermöglicht es, eigenständig mit Menschen in Kontakt zu kommen und gemeinsame Interessen wahrzunehmen.

Auch in Erfurt wandelt sich die BewohnerInnenstruktur, obwohl der Anteil von Menschen nichtdeutscher Herkunft im Bundesvergleich noch niedrig ist, sind MigrantInnen im Alltag sichtbarer. Die Stadt und ihre Infrastrukturen sind auf diese Situation noch nicht ausreichend eingestellt. Gleichzeitig ist das neue Umfeld vieler ZuwanderInnen nur im Kleinen bekannt, was auch an Sprachbarrieren und der Möglichkeit sich Wissen über eine Stadt mit ihren Möglichkeiten anzueignen zusammenhängt.

Teilnahmebeitrag: offen

ARBEIT UND LEBEN  Thüringen