Auf Anfrage

Ort: offen

Niederschwellige Angebote Für Frauen: AL Bremen

Niederschwellige Seminarmaßnahmen zur Integration ausländischer Frauen gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Zielgruppe sind ausländische Frauen, die bislang nicht ausreichend Deutsch lernen konnten oder erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Die Kurse sind auch für Asylbewerberinnen aus den Ländern Syrien, Irak, Iran, Eritrea und Somalia geöffnet.

Die Frauenkurse orientieren sich am Alltag und den Lebenssituationen der Frauen. Sie bestehen aus Elementen eines niederschwelligen Sprachförderangebotes sowie praktischen Angeboten. Die Frauen sollen insbesondere an das gesellschaftliche Leben in Deutschland herangeführt werden.

Die Niederschwelligkeit der Frauenkurse zeichnet sich durch eine wohnortnahe Durchführung in einem geschützten Raum und an einem vertrauten Ort (zum Beispiel Kindergarten oder Schule) aus. Die alltagsnahen Lerninhalte setzen kein Vorwissen voraus. Die engagierten Kursleiterinnen verfügen oft selbst über einen Migrationshintergrund und berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse der Frauen.

Ziele der niederschwelligen Frauenkurse sind:

  • das Selbstbewusstsein stärken
  • in Erziehungsfragen unterstützen
  • Schwellenängste überwinden
  • auf weiterführende Integrationsangebote (zum Beispiel Integrationskurse) hinführen

Entsprechend der Zielbestimmung des Nationalen Integrationsplans sind weitere Themenschwerpunkte "Sprachentwicklung und Spracherwerb der Kinder durch die Eltern" sowie "Rolle der Frauen, Gewaltprävention, insbesondere der Schutz vor häuslicher Gewalt".

ARBEIT UND LEBEN Bremen

AL Bremen realisiert auch im Jahr 2019 „Jährliche Angebote für Migrantinnen in Kooperation mit dem Mütterzentrum Osterholz-Tenever“ in Form sechstägiger Seminare über das Jahr verteilt. Angebotsschwerpunkt ist die Abwehr von Diskriminierung mit Beratung, Bildungsangeboten und öffentlichen Veranstaltungen.

Die Seminarteilnehmerinnen leben in Stadtteilen Bremens (Bremen Blockdieck und Bremen Osterholz-Tenever), die als soziale Brennpunkte gelten und sich durch hohe Armutsquoten auszeichnen. Hier leben die meisten Familien am Rande des Existenzminimums. Sozialleistungen zu beantragen, scheitert oft an den bürokratischen Hürden der Antragswege sowie der sprachlichen und sozialsystembezüglichen Unterqualifikation der Zuwanderinnen. Die Frauen nehmen geringfügige Beschäftigungen auf sich. Notgedrungen begeben sie sich in ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse, unterbezahlte Jobs oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unter Qualifikation. Dabei werden die Frauen oft mehrfach diskriminiert, nicht nur aufgrund ethnischer Herkunft, religiöser Zugehörigkeit und geschlechtsspezifisch, sondern auch aufgrund ihrer mangelnden Kenntnis arbeitsrechtlicher Mindestregelungen und Standards wie Arbeitszeit, Krankheits- und Urlaubsregelungen und Entgelte. Dies gilt gerade auch seit Einführung des Mindestlohnes. Hier können die Frauen oft nicht adäquat ihre Interessen und gesetzlich abgesicherten Rechte einfordern; Hilfsangebote und spezifische Beratung, die durchaus eingeholt werden kann, wird nicht in Anspruch genommen.

Teilnahmebeitrag: offen

ARBEIT UND LEBEN Bremen