Seminare für Frauen

17.06. – 21.06.2019

Bremen

Was hat Dir geholfen, Schwester? Ein Seminar zu Strategien gegen sexistische Diskriminierung für Frauen* aller Geschlechter

Angeregt durch die Öffentlichmachung sexueller Übergriffe in Hollywood haben unter dem Schlagwort #metoo seit Herbst 2017 tausende Frauen* auf der ganzen Welt bei Twitter über ihre Erfahrungen mit sexistischer Diskriminierung und sexualisierter Gewalt berichtet. In der Folge hat sich der Diskurs um Seximus stark verbreitert und fand seinen Weg aus der feministischen Nische. Für viele Frauen* hatte #metoo einen stärkenden Charakter, da es gut tut zu wissen, dass andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Das Seminar bietet Frauen* aller Geschlechter nun auch einen „analogen Raum“, um sich im Austausch über Erfahrungen und Umgangsweisen mit Sexismus zu ermutigen und gegenseitig zu stärken. Wir sind der Überzeugung, dass alle Teilnehmer*innen wertvolle Perspektiven mitbringen; dass alle etwas zu geben und zu berichten, aber auch zu teilen und zu nehmen haben. Wir möchten unsere fünf Tage so offen wie möglich gestalten. Die Teamerinnen* haben – für alle Fälle – Übungen und Anregungen sowie Material aus Theorie, Praxis, Kunst und Kultur dabei. Und eigene Fragen. Zentral sind aber Eure Fragen und Anliegen an das Seminar!

Referentinnen*: Melike Lülle, Antje Gothe

Wir schreiben „Frauen* aller Geschlechter“, um auf eine Geschlechterordnung hinzuweisen, die von Menschen gemacht ist, weshalb es „die Frau“ nicht gibt. Gleichzeitig genügt es uns im Kontext des Seminars aber wiederum nicht, geschlechtslos von „Personen“ oder „Menschen“ zu sprechen. Denn es soll spezifisch um all jene gehen, die unter einer Gesellschaft leiden, die uns als geschlechtliche Wesen sozialisiert, dabei aber nur zwei Geschlechter kennt und diese polar inszeniert; eine Gesellschaft, die geschlechtliche Vielfalt nicht mitdenkt sowie Beziehungen vorrangig heterosexuell definiert. Kurz gesagt, wer als Frau* unter Sexismus leidet, möge sich willkommen fühlen.

Seminarnummer: 900.028

Teilnahmebeitrag: offen

ARBEIT UND LEBEN Bremen

19.07.2019 – 21.07.2019

Charlottenberg (Westerwald): Frauenlandhaus Charlottenberg, www.frauenlandhaus.de

Wochenendseminar für Frauen: Erziehung, Umwelt, Gene? - Wie wir wurden, was wir sind

Der Streit um den Einfluss und die Wechselwirkungen von Vererbung, Erziehung und Umwelt auf den Menschen scheint ein immerwährender zu sein, der sowohl Wissenschaft, Politik als auch uns selbst als Laien seit Generationen interessiert, beschäftigt und beeinflusst.

Beim Blick in die Vergangenheit werden in dieser Frage besondere Verbindungen zwischen Naturwissenschaft, Forschung, Medizin, Politik und Anschauungen sichtbar. So konnten das „Wohl der Allgemeinheit“ und das „Überleben der Gemeinschaft“ zu einem gemeinsamen Ziel werden und im Nationalsozialismus fast ungehindert zu Euthanasie, der ungehemmten Umsetzung rassenhygienischer Vorstellungen und menschenverachtenden vernichtenden Taten führen.

Im Seminar werden wir uns mit ethischen und politischen Aspekten biologistischer Anschauungen sowohl in der Vergangenheit als auch heute befassen. Uns werden dabei u. a. verblüffende Verbindungslinien eugenischer und rassistischer Ideologien mit der Frauenbewegung, mit VertreterInnen einer zu ihrer Zeit fortschrittlichen Politik und mit PolitikerInnen begegnen, die sich aktuell zur Einwanderungspolitik äußern.

Aktuelle Forschungen (z. B. zur Epigenetik und zur Genveränderung durch Cripr Cas9) setzen hohe Anforderungen an den Ethikrat, an Politik, aber auch an jede/n Einzelne/n von uns. Mehr denn je sind Fachkompetenz und ethisch-moralische Kompetenzen gefragt, um sich eine Meinung über mögliche Folgen und Konsequenzen für die Zukunft der Menschheit, der Gesellschaft und den Einzelnen zu bilden.

65 € (Ü/DZ, VP, P), EZ Zuschlag: 10 €

ARBEIT UND LEBEN Hessen

19.07.2019 – 21.07.2019

Charlottenberg (Westerwald): Frauenlandhaus Charlottenberg, www.frauenlandhaus.de

Wochenendseminar für Frauen: Erziehung, Umwelt, Gene? - Wie wir wurden, was wir sind (Copy)

Der Streit um den Einfluss und die Wechselwirkungen von Vererbung, Erziehung und Umwelt auf den Menschen scheint ein immerwährender zu sein, der sowohl Wissenschaft, Politik als auch uns selbst als Laien seit Generationen interessiert, beschäftigt und beeinflusst.

Beim Blick in die Vergangenheit werden in dieser Frage besondere Verbindungen zwischen Naturwissenschaft, Forschung, Medizin, Politik und Anschauungen sichtbar. So konnten das „Wohl der Allgemeinheit“ und das „Überleben der Gemeinschaft“ zu einem gemeinsamen Ziel werden und im Nationalsozialismus fast ungehindert zu Euthanasie, der ungehemmten Umsetzung rassenhygienischer Vorstellungen und menschenverachtenden vernichtenden Taten führen.

Im Seminar werden wir uns mit ethischen und politischen Aspekten biologistischer Anschauungen sowohl in der Vergangenheit als auch heute befassen. Uns werden dabei u. a. verblüffende Verbindungslinien eugenischer und rassistischer Ideologien mit der Frauenbewegung, mit VertreterInnen einer zu ihrer Zeit fortschrittlichen Politik und mit PolitikerInnen begegnen, die sich aktuell zur Einwanderungspolitik äußern.

Aktuelle Forschungen (z. B. zur Epigenetik und zur Genveränderung durch Cripr Cas9) setzen hohe Anforderungen an den Ethikrat, an Politik, aber auch an jede/n Einzelne/n von uns. Mehr denn je sind Fachkompetenz und ethisch-moralische Kompetenzen gefragt, um sich eine Meinung über mögliche Folgen und Konsequenzen für die Zukunft der Menschheit, der Gesellschaft und den Einzelnen zu bilden.

65 € (Ü/DZ, VP, P), EZ Zuschlag: 10 €

ARBEIT UND LEBEN Hessen

13.10.2019 – 18.10.2019

Köln, Jugendherberge Köln-Deutz, www.koeln-deutz.jugendherberge.de

Frauen*seminar: Gender und Macht – Feminismus, eine Bestandaufnahme

Feminismus, Sexismus, das Patriarchat und die Frage nach der Existenz von Geschlechtlichkeit sind Themen, über die in letzter Zeit (wieder) mehr gesprochen wird. Was auffällt ist aber, dass selten Frauen* miteinander sprechen:

Wir wollen in diesem Bildungsurlaub etwas Neues wagen, unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und uns untereinander austauschen: Was ist feministisch am glitzernden Paillettenkleid, warum ist Feminismus nicht nur etwas für ‚Cis-Frauen‘ und weshalb reden manche Feminist*innen von sogenannten ‚allys‘? Wieso scheint der Protest so selten sichtbar auf (deutschen) Straßen und in den Medien? Was verbirgt sich hinter dem ‚*‘ hinter ‚Frauen‘* und warum taucht auf feministischen Flyern so häufig die Farbe Lila auf?

Und dann sind da noch die Fragen, die von Anfang an viel größer und weiter gedacht werden müssen: Was gibt es an Diskussionen, Projekten und Positionen, die ich nicht auf dem Schirm habe und woran liegt es? Was kann der Vereinnahmung von feministischen Themen seitens Rechter entgegengesetzt werden, und gleichzeitig auch die Situation von women* of colour differenziert beleuchten? Wie verhalten, wenn hinter erkämpften Fortschritt zurückgefallen wird, wenn misogyne Positionen wieder gefestigt und spürbar werden, wie umgehen mit (vermeintlich) neuen Kampfformen, -feldern und -medien?

Wie(-so) manifestiert der Staat, auch Jahre nach der Gleichstellung der „Frau“, die Ungleichheit zwischen Menschen? Wer hat wirklich die Verfügungsgewalt über Körper und was ist heute (noch) gewaltförmig?

Das Seminar ist offen für alle Menschen, die sich als Frauen, Frauen* oder außerhalb der Bipolarität der Geschlechter verstehen.

390 € (Ü/F, DZ, P), EZ Zuschlag: 80 €

ARBEIT UND LEBEN Hessen

Auf Anfrage

Auf Anfrage

Niederschwellige Angebote Für Frauen: AL Bremen

Niederschwellige Seminarmaßnahmen zur Integration ausländischer Frauen gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Zielgruppe sind ausländische Frauen, die bislang nicht ausreichend Deutsch lernen konnten oder erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Die Kurse sind auch für Asylbewerberinnen aus den Ländern Syrien, Irak, Iran, Eritrea und Somalia geöffnet.

Die Frauenkurse orientieren sich am Alltag und den Lebenssituationen der Frauen. Sie bestehen aus Elementen eines niederschwelligen Sprachförderangebotes sowie praktischen Angeboten. Die Frauen sollen insbesondere an das gesellschaftliche Leben in Deutschland herangeführt werden.

Die Niederschwelligkeit der Frauenkurse zeichnet sich durch eine wohnortnahe Durchführung in einem geschützten Raum und an einem vertrauten Ort (zum Beispiel Kindergarten oder Schule) aus. Die alltagsnahen Lerninhalte setzen kein Vorwissen voraus. Die engagierten Kursleiterinnen verfügen oft selbst über einen Migrationshintergrund und berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse der Frauen.

Ziele der niederschwelligen Frauenkurse sind:

  • das Selbstbewusstsein stärken
  • in Erziehungsfragen unterstützen
  • Schwellenängste überwinden
  • auf weiterführende Integrationsangebote (zum Beispiel Integrationskurse) hinführen

Entsprechend der Zielbestimmung des Nationalen Integrationsplans sind weitere Themenschwerpunkte "Sprachentwicklung und Spracherwerb der Kinder durch die Eltern" sowie "Rolle der Frauen, Gewaltprävention, insbesondere der Schutz vor häuslicher Gewalt".

ARBEIT UND LEBEN Bremen

AL Bremen realisiert auch im Jahr 2019 „Jährliche Angebote für Migrantinnen in Kooperation mit dem Mütterzentrum Osterholz-Tenever“ in Form sechstägiger Seminare über das Jahr verteilt. Angebotsschwerpunkt ist die Abwehr von Diskriminierung mit Beratung, Bildungsangeboten und öffentlichen Veranstaltungen.

Die Seminarteilnehmerinnen leben in Stadtteilen Bremens (Bremen Blockdieck und Bremen Osterholz-Tenever), die als soziale Brennpunkte gelten und sich durch hohe Armutsquoten auszeichnen. Hier leben die meisten Familien am Rande des Existenzminimums. Sozialleistungen zu beantragen, scheitert oft an den bürokratischen Hürden der Antragswege sowie der sprachlichen und sozialsystembezüglichen Unterqualifikation der Zuwanderinnen. Die Frauen nehmen geringfügige Beschäftigungen auf sich. Notgedrungen begeben sie sich in ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse, unterbezahlte Jobs oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unter Qualifikation. Dabei werden die Frauen oft mehrfach diskriminiert, nicht nur aufgrund ethnischer Herkunft, religiöser Zugehörigkeit und geschlechtsspezifisch, sondern auch aufgrund ihrer mangelnden Kenntnis arbeitsrechtlicher Mindestregelungen und Standards wie Arbeitszeit, Krankheits- und Urlaubsregelungen und Entgelte. Dies gilt gerade auch seit Einführung des Mindestlohnes. Hier können die Frauen oft nicht adäquat ihre Interessen und gesetzlich abgesicherten Rechte einfordern; Hilfsangebote und spezifische Beratung, die durchaus eingeholt werden kann, wird nicht in Anspruch genommen.

Teilnahmebeitrag: offen

ARBEIT UND LEBEN Bremen

Auf Anfrage

Auf Anfrage

Niederschwellige Angebote Für Frauen: AL Bayern

Niederschwellige Seminarmaßnahmen zur Integration ausländischer Frauen gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Zielgruppe sind ausländische Frauen, die bislang nicht ausreichend Deutsch lernen konnten oder erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Die Kurse sind auch für Asylbewerberinnen aus den Ländern Syrien, Irak, Iran, Eritrea und Somalia geöffnet.

Die Frauenkurse orientieren sich am Alltag und den Lebenssituationen der Frauen. Sie bestehen aus Elementen eines niederschwelligen Sprachförderangebotes sowie praktischen Angeboten. Die Frauen sollen insbesondere an das gesellschaftliche Leben in Deutschland herangeführt werden.

Die Niederschwelligkeit der Frauenkurse zeichnet sich durch eine wohnortnahe Durchführung in einem geschützten Raum und an einem vertrauten Ort (zum Beispiel Kindergarten oder Schule) aus. Die alltagsnahen Lerninhalte setzen kein Vorwissen voraus. Die engagierten Kursleiterinnen verfügen oft selbst über einen Migrationshintergrund und berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse der Frauen.

Ziele der niederschwelligen Frauenkurse sind:

  • das Selbstbewusstsein stärken
  • in Erziehungsfragen unterstützen
  • Schwellenängste überwinden
  • auf weiterführende Integrationsangebote (zum Beispiel Integrationskurse) hinführen

Entsprechend der Zielbestimmung des Nationalen Integrationsplans sind weitere Themenschwerpunkte "Sprachentwicklung und Spracherwerb der Kinder durch die Eltern" sowie "Rolle der Frauen, Gewaltprävention, insbesondere der Schutz vor häuslicher Gewalt".

 

ARBEIT UND LEBEN Bayern

Die von AL Bayern organisierten „Niederschwellige Frauenkurse“ bieten auch 2019 die Möglichkeit, dem bereits bestehenden ehrenamtlichen Engagement einen festen und regelmäßigen Rahmen zu verleihen und zu erweitern. Die Kurse finden in den Räumlichkeiten der Moscheegemeinde „Deutschsprachiger Muslimkreis in Weiden e.V.“ statt. Die Weidener Moscheegemeinde ist häufig als Vermittler zwischen Religionen öffentlich in Erscheinung getreten und präsentiert eine tolerante und weltoffene Form des Islam. Innerhalb des BAMF-Integrationsprojekts, das ARBEIT UND LEBEN in Bayern mit der Moscheegemeinde seit Juli 2017 durchführt, erwiesen sich die Gemeinde und der dortige Imam Maher Khedr bisher als kooperative und engagierte Partner. Viele Neuzugewanderte, die seit dem Jahr 2015 nach Weiden gekommen sind, finden in der Moschee Anschluss und Beratung. Frauen in der Moscheegemeinde engagieren sich bereits ehrenamtlich, indem sie Frauen, die mit der Moschee in Kontakt stehen, mit Rat und Tat bei alltäglichen und familiären Problemen zur Seite stehen. Jeden Samstag findet in der Moschee ein sogenannter „Frauentag“ statt, bei dem Frauen die Gelegenheit haben, sich gegenseitig auszutauschen und Freizeitaktivitäten durchzuführen. Es wurden bereits gemeinsame Aktivitäten, wie Stadterkundungen und Besuche kultureller Angebote in der Umgebung, unternommen.

Teilnahmebeitrag: offen

ARBEIT UND LEBEN Bayern

Auf Anfrage

Auf Anfrage

Niederschwellige Angebote für Frauen: AL Thüringen

Niederschwellige Seminarmaßnahmen zur Integration ausländischer Frauen gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Zielgruppe sind ausländische Frauen, die bislang nicht ausreichend Deutsch lernen konnten oder erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Die Kurse sind auch für Asylbewerberinnen aus den Ländern Syrien, Irak, Iran, Eritrea und Somalia geöffnet.

Die Frauenkurse orientieren sich am Alltag und den Lebenssituationen der Frauen. Sie bestehen aus Elementen eines niederschwelligen Sprachförderangebotes sowie praktischen Angeboten. Die Frauen sollen insbesondere an das gesellschaftliche Leben in Deutschland herangeführt werden.

Die Niederschwelligkeit der Frauenkurse zeichnet sich durch eine wohnortnahe Durchführung in einem geschützten Raum und an einem vertrauten Ort (zum Beispiel Kindergarten oder Schule) aus. Die alltagsnahen Lerninhalte setzen kein Vorwissen voraus. Die engagierten Kursleiterinnen verfügen oft selbst über einen Migrationshintergrund und berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse der Frauen.

Ziele der niederschwelligen Frauenkurse sind:

  • das Selbstbewusstsein stärken
  • in Erziehungsfragen unterstützen
  • Schwellenängste überwinden
  • auf weiterführende Integrationsangebote (zum Beispiel Integrationskurse) hinführen

Entsprechend der Zielbestimmung des Nationalen Integrationsplans sind weitere Themenschwerpunkte "Sprachentwicklung und Spracherwerb der Kinder durch die Eltern" sowie "Rolle der Frauen, Gewaltprävention, insbesondere der Schutz vor häuslicher Gewalt".

 ARBEIT UND LEBEN  Thüringen

Die Frauenkurse von AL Thüringen knüpfen in diesem Jahr an die in den letzten zwei Jahren erfolgreich durchgeführten an bwz. ergänzen diese. Vielen der einzelnen pädagogischen Schritte (Selbstwahrnehmung, Reflexion der eigenen Situation, Anwenden und Festigen und Erweitern bereits vorhandener Deutschkenntnisse, Kennenlernen vieler Facetten des öffentlichen Raumes) sollen durch vertiefende und ergänzende Maßnahmen, auch im kreativen Bereich, verstetigt und erweitert werden. Dadurch wird die Selbstwirksamkeit der Frauen erweitert und das Knüpfen von sozialen Netzwerken ermöglicht es, eigenständig mit Menschen in Kontakt zu kommen und gemeinsame Interessen wahrzunehmen.

Auch in Erfurt wandelt sich die BewohnerInnenstruktur, obwohl der Anteil von Menschen nichtdeutscher Herkunft im Bundesvergleich noch niedrig ist, sind MigrantInnen im Alltag sichtbarer. Die Stadt und ihre Infrastrukturen sind auf diese Situation noch nicht ausreichend eingestellt. Gleichzeitig ist das neue Umfeld vieler ZuwanderInnen nur im Kleinen bekannt, was auch an Sprachbarrieren und der Möglichkeit sich Wissen über eine Stadt mit ihren Möglichkeiten anzueignen zusammenhängt.

Teilnahmebeitrag: offen

ARBEIT UND LEBEN  Thüringen

Auf Anfrage

Auf Anfrage

Jährliche Angebote für Migrantinnen in Kooperation mit dem Mütterzentrum Osterholz-Tenever

AL Bremen realisiert auch im Jahr 2019 „Jährliche Angebote für Migrantinnen in Kooperation mit dem Mütterzentrum Osterholz-Tenever“ in Form sechstägiger Seminare über das Jahr verteilt. Angebotsschwerpunkt ist die Abwehr von Diskriminierung mit Beratung, Bildungsangeboten und öffentlichen Veranstaltungen.

Die Seminarteilnehmerinnen leben in Stadtteilen Bremens (Bremen Blockdieck und Bremen Osterholz-Tenever), die als soziale Brennpunkte gelten und sich durch hohe Armutsquoten auszeichnen. Hier leben die meisten Familien am Rande des Existenzminimums. Sozialleistungen zu beantragen, scheitert oft an den bürokratischen Hürden der Antragswege sowie der sprachlichen und sozialsystembezüglichen Unterqualifikation der Zuwanderinnen. Die Frauen nehmen geringfügige Beschäftigungen auf sich. Notgedrungen begeben sie sich in ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse, unterbezahlte Jobs oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unter Qualifikation.

Dabei werden die Frauen oft mehrfach diskriminiert, nicht nur aufgrund ethnischer Herkunft, religiöser Zugehörigkeit und geschlechtsspezifisch, sondern auch aufgrund ihrer mangelnden Kenntnis arbeitsrechtlicher Mindestregelungen und Standards wie Arbeitszeit, Krankheits- und Urlaubsregelungen und Entgelte. Dies gilt gerade auch seit Einführung des Mindestlohnes. Hier können die Frauen oft nicht adäquat ihre Interessen und gesetzlich abgesicherten Rechte einfordern; Hilfsangebote und spezifische Beratung, die durchaus eingeholt werden kann, wird nicht in Anspruch genommen.

Teilnahmebeitrag: offen

ARBEIT UND LEBEN  Bremen