Bitte beachten Sie, dass diese Bildungsurlaubsangebote nicht vom Bundesarbeitskreis, sondern von den Landesorganisationen von ARBEIT UND LEBEN veranstaltet werden. Nähere Informationen zu den Inhalten und organisatorischen Fragen geben Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort vor Ort sehr gerne.

Zur Anmeldung oder bei Rückfragen wenden Sie sich bei Interesse DIREKT an die regionalen Anbieter, nämlich an die jeweiligen Landesorganisationen.

Adieu "Felix Austria"? Österreich driftet nach rechts.

Veranstaltung

Titel:
Adieu "Felix Austria"? Österreich driftet nach rechts.
Wann:
Sonntag, 8. September 2019, 09:00 Uhr - Samstag, 14. September 2019, 17:00 Uhr
Landesorganisation:
ARBEIT UND LEBEN Hessen (Kontaktinformationen der Landesorganisation zeigen ...)
Teilnahmebeitrag:
640 EUR (Ü/F, DZ, P), EZ Zuschlag: 160 EUR
Ort:
Wien (Österreich), Hotel Kolping Wien Zentral, www.kolping-wien-zentral.at

Beschreibung

Europa verfällt mehr und mehr in Nationalismen. Vor Jahren richtete sich der Blick von Medien und Politikern vorzugsweise auf Polen und Ungarn. Heute sind in einem halben Dutzend EU-Staaten rechtspopulistische Strömungen und Parteien tonangebend.

Österreich war zunächst nicht im Blickfeld, obwohl Jörg Haider die FPÖ bereits im Jahr 2000 in die Regierungsbeteiligung geführt hatte, die in 2004 endete. In der Folge zerlegte sich das rechte Lager um die FPÖ, um in 2017 erstarkt in eine Regierung mit der ÖVP unter Sebastian Kurz einzutreten, mit dem Rekordwahlergebnis von 26 %.

Seitdem versuchen Gewerkschaften und Oppositionsparteien, die politische Weichenstellung nach rechts zu durchbrechen. Ob sie damit Erfolg haben, das werden wir in diesem Bildungsurlaub in Gesprächen und Veranstaltungen zu erkunden versuchen. Seit Mitte des Jahres 2018 hat Österreich die EU-Ratspräsidentschaft inne. Der "Kampf gegen illegale Einwanderung", ein Kernthema der FPÖ, wurde nach wenigen Wochen von der Regierungspartei ÖVP übernommen, indem Kanzler Kurz auf der europäischen Bühne "Flüchtlingslager außerhalb der EU" forderte. Grund genug für uns, den Kontakt zu Bürgerinitiativen zu suchen, die sich dennoch für ein humanitäres Bleiberecht für Geflüchtete einsetzen.

Was das Regierungsvorhaben "Umbau des Sozialstaats" beinhalten kann, mussten die abhängig Beschäftigten recht bald leidvoll erfahren. ÖVP und FPÖ brachten ein Gesetz durch das Parlament, dass ab dem 1.9.2018 die 60-Stunden-Woche als maximale Arbeitszeit einführt. Entsprechende Forderungen aus der Industrie wurden teilweise wortgleich übernommen.