Bitte beachten Sie, dass diese Bildungsurlaubsangebote nicht vom Bundesarbeitskreis, sondern von den Landesorganisationen von ARBEIT UND LEBEN veranstaltet werden. Nähere Informationen zu den Inhalten und organisatorischen Fragen geben Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort vor Ort sehr gerne.

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Spanischer Bürgerkrieg und Revolution: Flucht über die Pyrenäen und Exil in Frankreich

Veranstaltung

Titel:
Spanischer Bürgerkrieg und Revolution: Flucht über die Pyrenäen und Exil in Frankreich
Wann:
Sonntag, 19. Mai 2019, 09:00 Uhr - Samstag, 25. Mai 2019, 17:00 Uhr
Landesorganisation:
ARBEIT UND LEBEN Nordrhein-Westfalen (Kontaktinformationen der Landesorganisation zeigen ...)
Teilnahmebeitrag:
Hotel Regina, Amélie-les-Bains-Palalda (Frankreich), La Clairière
Ort:
im Doppelzimmer 650,00 (Einzelzimmer 700,00), inklusive Halbpension, alle Führungen, Eintritte, Tran

Beschreibung

La Retirada - "Der Rückzug" nennen die Spanier die Flucht der republikanisch gesinnten Bevölkerung und Soldaten vor Francos Truppen im Januar 1939 über die Pyrenäen nach Frankreich. Vorausgegangen waren im Juli 1936 der Militärputsch durch Franco, der darauf folgende Krieg gegen den Faschismus und der gleichzeitige Versuch einer grundsätzlichen Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft von unten. Das Scheitern des Kampfes gegen den Faschismus und der Revolution hatte weitläufige Ursachen, an denen verschiedene europäische Staaten bis hin zur stalinistischen UdSSR beteiligt waren.

500 000 Flüchtlinge kamen Ende Januar bis Anfang Februar über die Pyrenäen-Grenze nach Frankreich. Sie hatten den Bombenkrieg auf Madrid und Barcelona hinter sich, Hunger, Schnee, einen langen Fußmarsch und trugen schwer an der Niederlage. Ihre einzige Hoffnung richtete sich nun auf Frankreich, das Land der Revolution für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Sie erlebten die Solidarität der Französische Bevölkerung der Dorfbewohner an der Grenze, die jedoch von der staatlichen Gewalt schnell abgelöst wurde. Hunger, Kälte, Brutalität und Verachtung herrschten in den Lagern am Strand und in den besonderen Gefängnissen für die "Unerwünschten". Trotzdem kämpften viele der spanischen Emigranten später in der "Résistance", dem Widerstand gegen die Nazis.

Was zeigt uns die Geschichte der "Retirada" über die Ängste und die Interessen der europäischen Staaten am Vorabend des zweiten Weltkriegs? Und was lehrt sie uns in Bezug auf die heutige Flüchtlingspolitik?

Einige Programmpunkte:

  • Grenzübergänge auf den Pässen der Pyrenäen: Historische Hintergründe, Aufnahme der Flüchtlinge durch die Bevölkerung und durch das französische Militär, Besuch eines Museums zur Retirada
  • Hinter Stacheldraht in Sand und Wind: Das Lager am Strand von Argelès, Hintergründe, Lagerleben, Aufstände
  • Das Lager von Rivesaltes: Die Arbeit der Krankenschwester der Schweizer Hilfe Friedel Bohny-Reiter für die Kinder der Geflüchteten, Besuch des Lagers und des Museums
  • Besuch der Maternité (Geburtshaus) von Elne: Die Arbeit der Schweizerin Elisabeth Eisenbenz für die schwangeren Frauen aus den Lagern, Gespräch mit einem dort Geborenen