Bitte beachten Sie, dass diese Bildungsurlaubsangebote nicht vom Bundesarbeitskreis, sondern von den Landesorganisationen von ARBEIT UND LEBEN veranstaltet werden. Nähere Informationen zu den Inhalten und organisatorischen Fragen geben Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort vor Ort sehr gerne.

Zur Anmeldung oder bei Rückfragen wenden Sie sich bei Interesse DIREKT an die regionalen Anbieter, nämlich an die jeweiligen Landesorganisationen.

NEU: 1939, 1949, 1989 - Deutsche Schicksalsjahre

Veranstaltung

Titel:
NEU: 1939, 1949, 1989 - Deutsche Schicksalsjahre
Wann:
Montag, 21. Oktober 2019, 09:00 Uhr - Freitag, 25. Oktober 2019, 17:00 Uhr
Landesorganisation:
ARBEIT UND LEBEN Berlin (Kontaktinformationen der Landesorganisation zeigen ...)
Seminarnummer:
19-56042
Teilnahmebeitrag:
140,- Euro, ermäßigt 70,- Euro (Teilverpflegung)
Ort:
ARBEIT UND LEBEN, Kapweg 4, 13405 Berlin, Nähe U-Bahnhof Kurt-Schuhmacher-Platz
Seminarleitung:
Andreas Gudat-Wengenroth, Anne Wengenroth

Beschreibung

Es gibt einschneidende und entscheidende Momente, Stunden, Tage aber eben auch Jahre in der deutschen Geschichte. 100 Jahre erste Demokratie und Frauenwahlrecht, 80 Jahre Beginn des Zweiten Weltkriegs, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall jähren sich. Der Mauerfall zählt sicherlich zu den Ereignissen, zu denen nahezu jeder von uns etwas berichten kann. "Was habe ich an diesem Abend, dem 9. November gemacht, gedacht oder gefühlt?" Damit ist 1989 ganz bestimmt ein Schicksalsjahr in der Deutschen Geschichte. Gleichzeitig ist das Neuner-Jahr aber auch Anlass für viele Jubiläen. Grund genug, auf die drei deutschen Schicksalsjahre 1939, 1949 und 1989 zurückzuschauen und zu versuchen diese historisch, aber auch in ihren Auswirkungen bis heute zu betrachten. Das was heute ist, lässt sich nur verstehen, wenn man weiß, wie es entstand.

Wer sich heute fragt, ob wir noch "tradierte Dinge oder Werte" brauchen, kommt nicht umhin, nach den Gründen ihrer Entstehung zu fragen. Wer von den "Herausforderungen im Wandel der Zeit" redet, sollte diesen Wandel in der jüngsten deutschen Geschichte kennen. Vieles was jungen Menschen heute "normal und alltäglich" erscheint, ist das Ergebnis eines langen Kampfes, wie etwa die erste demokratische Verfassung und das Frauenwahlrecht. Kriege ziehen sich durch die Geschichte der Menschheit, aber kein Krieg hat die Welt nachhaltiger verändert, als der Zweite Weltkrieg, der von Deutschland ausging. Erst dieser Krieg ermöglichte die industrielle Vernichtung von Millionen Menschen. Eines der vielen Ergebnisse diese Krieges: zwei deutsche Staaten mitten im Kalten Krieg. In der Folge von 1989 haben wir, diesmal zum Glück ohne Krieg, erneut eine Neuordnung der Welt. Nach dem Motto "Wer die Zukunft gestalten will, muss das Heute verstehen und das Gestern kennen" wollen wir es nicht nur bei einer geschichtlichen Einordnung belassen, sondern diese drei Jahre auch vor dem Hintergrund der eigenen und der familiären Biographie betrachten. So sehr diese drei Jahre unsere Gesellschaft und die Welt insgesamt beeinflusst haben, haben sie auch für unsere persönliche Geschichte eine wesentliche Bedeutung.

Wir wollen an authentischen Orten in Berlin "den Schicksalsjahren" nachspüren, mit Fachleuten ins Gespräch kommen und, wo möglich, Zeitzeug*innen zu Wort kommen lassen. Gleichzeitig wollen wir einen Blick darauf wagen, was "unsere Geschichte" für uns individuell bedeutet.