Bitte beachten Sie, dass diese Bildungsurlaubsangebote nicht vom Bundesarbeitskreis, sondern von den Landesorganisationen von ARBEIT UND LEBEN veranstaltet werden. Nähere Informationen zu den Inhalten und organisatorischen Fragen geben Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort vor Ort sehr gerne.

Zur Anmeldung oder bei Rückfragen wenden Sie sich bei Interesse DIREKT an die regionalen Anbieter, nämlich an die jeweiligen Landesorganisationen.

Volle Pulle Berlin - Berlin und das Wasser

Veranstaltung

Titel:
Volle Pulle Berlin - Berlin und das Wasser
Wann:
Montag, 5. August 2019, 09:00 Uhr - Freitag, 9. August 2019, 17:00 Uhr
Landesorganisation:
ARBEIT UND LEBEN Berlin (Kontaktinformationen der Landesorganisation zeigen ...)
Seminarnummer:
19-56032
Teilnahmebeitrag:
140,- Euro, ermäßigt 70,- Euro (Teilverpflegung)
Ort:
ARBEIT UND LEBEN, Kapweg 4, 13405 Berlin, Nähe U-Bahnhof Kurt-Schuhmacher-Platz
Seminarleitung:
Andreas Gudat-Wengenroth, Anne Wengenroth

Beschreibung

60 Quadratkilometer von insgesamt 892 Quadratkilometern Berlin sind Wasser.

Auf den verbleibenden 832 Quadratkilometern leben rund 3,5 Mio. Menschen die jeden Tag ihr Wasser benötigen: zum Trinken, zum Kochen, zum Waschen. Dazu kommen noch die ca. 12 Mio. Gäste jährlich und die unterschiedlichsten Industriezweige, die Wasser verbrauchen. Allen gemeinsam ist, dass sie Abwasser produzieren: rund 75000 Kubikmeter. Berlin ohne Wasser? Undenkbar!

Ohne die Wasserwege gäbe es vermutlich kein Berlin, denn Berlin ist vom Lastkahn, den Ziegel-Zillen, ausgebaut worden - auch dann noch, als die Eisenbahn schon längst ihren Siegeszug angetreten hatte. Berlins Hinterhöfe, die Kathedralen des Industriezeitalters und auch die Berliner Brücken verdanken ihre Existenz der Nähe zum Wasser und den künstlich geschaffenen Wasserwegen, den Kanälen.

Diese Kanäle waren schon eine frühe Form von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

So verdanken wir den Luisenstädtischen Kanal und den Landwehrkanal durchaus der Märzrevolution im Jahre 1848, als Arbeitsplätze beim Kanalbau geschaffen wurden, um die Arbeitslosen ruhig zu stellen. Die rund um das Berliner Wasser angesiedelten proletarischen Schiffer waren später eine in und um Berlin wichtige Zielgruppe für die Sozialdemokratie und Kaiser Wilhelm II, Marine begeistert, unterhielt einen Privathafen direkt vor dem Stadtschloss.

Die Leiche der von Freikorps-Soldaten ermordeten Rosa Luxemburg wurde in den Landwehrkanal geworfen. Manche Fluchtversuche endeten nach dem Bau der Mauer im Grenzgewässer der Spree.

Auch die umweltpolitische Bedeutung des Wassers und die wirtschaftspolitischen und touristischen Aspekte, wie etwa die Rolle des Wassers als Arbeitgeber*in für Tausende von Menschen in Berlin sollen im Seminar behandelt werden.

Wir erkunden die ehemalige Hansestadt Berlin und lernen dabei: Wasser und Politik liegen eng beieinander.