Bitte beachten Sie, dass diese Bildungsurlaubsangebote nicht vom Bundesarbeitskreis, sondern von den Landesorganisationen von ARBEIT UND LEBEN veranstaltet werden. Nähere Informationen zu den Inhalten und organisatorischen Fragen geben Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort vor Ort sehr gerne.

Zur Anmeldung oder bei Rückfragen wenden Sie sich bei Interesse DIREKT an die regionalen Anbieter, nämlich an die jeweiligen Landesorganisationen.

NEU: Film, Geschichte, Politik und Berlinale

Veranstaltung

Titel:
NEU: Film, Geschichte, Politik und Berlinale
Wann:
Montag, 11. Februar 2019, 09:00 Uhr - Freitag, 15. Februar 2019, 17:00 Uhr
Landesorganisation:
ARBEIT UND LEBEN Berlin (Kontaktinformationen der Landesorganisation zeigen ...)
Seminarnummer:
19-56006
Teilnahmebeitrag:
140,- Euro, ermäßigt 70,- Euro (Teilverpflegung)
Ort:
ARBEIT UND LEBEN, Kapweg 4, 13405 Berlin, Nähe U-Bahnhof Kurt-Schuhmacher-Platz
Seminarleitung:
Andreas Gudat-Wengenroth, Anne Wengenroth

Beschreibung

"Babylon Berlin" reüssierte im letzten Jahr zu einer der bedeutendsten deutschen Filmproduktionen. Plötzlich interessieren sich Menschen für Geschichte und Politik, die vorher vielleicht mit der Weimarer Republik nur wenig anfangen konnten. Auch wenn man sich am Anfang "nur" für die opulenten Bilder interessiert, wird man automatisch mit der eigenen Geschichte und Politik konfrontiert. Die meisten Menschen erreicht bzw. bewegt ein gut gemachter Spielfilm viel eher als die beste Dokumentation oder gar ein Schulfilm dies kann.

Trotz der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform, eine zentrale Rolle für die Medien- und Meinungsbildung. Das bedeutendste Medium des 20. Jahrhunderts ist aktuell wie eh und je. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungsformen ist dabei genauso wichtig, wie die Einordnung der dargebotenen Stoffe. Ein Film zeigt immer auch die sozialen und kulturellen Kontexte einer Gesellschaft, daher ist es wichtig, das Medium nicht nur künstlerisch zu betrachten, sondern sich auch kritisch mit seiner Entstehungszeit und mit offenen und verborgenen politischen Botschaften zu beschäftigen.

Film ist aber auch Wirtschaft, Geschäft und Geld. Wir wollen in diesem Seminar nicht nur die glamourösen Seiten des Films, wie etwa die Berlinale, untersuchen. Filmförderung, Arbeitsbedingungen, Vermarktung und Kinosterben sind genauso Bestandteil des Seminars wie Stars und Komparserie, wie Flops oder Nischenfilme. Was kostet ein Film? Wer bezahlt dafür? Was passiert zwischen Idee und Kinobesuch? Wer macht Filme und warum?

Das Seminar erhebt nicht den Anspruch, einen vollständigen Überblick über das umfangreiche Schaffen der schon über 100-jährigen Filmgeschichte zu geben. Vielmehr soll sensibilisiert werden für die Vielfältigkeit dieser Kunstform, für das Drumherum, was es braucht einen Film zu produzieren und somit das Verstehen des Films der Vergangenheit und der Gegenwart als wichtige gesellschaftspolitische Größe zu ermöglichen.